Termine
4.7. - 10.7.2022
Tage
7
Preis
965
Anforderungen
Leichte bis mittelschwere Tour!
Bergerfahrung erwünscht. Außerdem Trittsicherheit und 
Schwindelfreiheit. Kondition für 6-8 Stunden Gehzeit.
Leistungen 
Im Preis inbegriffen sind deutsch- und italienischsprachiger 
Bergwanderführer, 6 x Übernachtung mit 
Frühstück und Abendessen (HP) in Hütten, 2 x Transfer

Abruzzen Tourenplan

 

Sonntag

Wir treffen uns um 8.30 Uhr vor dem Eingang des Best Western Hotel Royal Santina in der Via Marsala 22 in der italienischen Hauptstadt Rom, ganz in der Nähe vom Hauptbahnhof Termini. Nach dem ersten Kennenlernen und einem kurzen Rucksackcheck fahren wir mit unserem Privatbus in die Abruzzen, und zwar nach Castel del Monte, dem Ausgangspunkt der Tour. Wir lassen uns ein  bisschen weiter die Straße hinab fahren und beginnen unsere Tour auf einem eher abgeschiedenen Weg, der uns langsam und stetig zur Sella S. Cristoforo führt (1645), von wo wir nach einem weiteren kurzen Aufstieg schließlich den Lago S. Pietro erreichen. Nicht weit davon befindet sich unser erstes Etappenziel, das wirklich schön gelegene Rifugio Racollo. 

Höhenunterschied: bergauf 530m, bergab 100m, 4 Stunden

 

Montag

An unserem zweiten Tag geht es zunächst in die Ebene der Prati del Bove. Nach kurzer Zeit erreichen wir die Ruine der ehemaligen Kirche S. Maria del Monte. Umgeben von einer unwirklichen Stille, betrachten wir die beeindruckend südwärts abfallende Flanke des Berges Faiete (1915m). Vorbei am Lago di Passaneta und Lago di Barisciano erreichen wir schließlich die Ebene der Paganica, von wo wir bis zu einem Abzweig hinaufsteigen, der uns eigentlich zum Berg Scindarella bringen könnte, den wir aber ‚jetzt’ noch nicht begehen.. Von diesem Punkt ist es nicht mehr weit bis zu unserem nächsten Etappenziel, dem Albergo lo zio, welches sich direkt neben dem mittlerweile berühmten Albergo dell’Imperatore befindet, wo einst der damalige Faschistenführer und selbsternannte Diktator Benito Mussolini gefangen gehalten und in einer spektakulären Befreiungsaktion von Hitler wieder befreit wurde.

Höhenunterschied: bergauf 800m, bergab 260m, 6 Stunden

 

Dienstag

Wir lassen unsere großen Rücksäcke in unserer Unterkunft und satteln unsere Tagesrucksäcke auf. Heute wollen wir uns für die bevorstehenden Tage einlaufen. Diese Tagesetappe ist die längste von allen, was die Distanz betrifft. Wir begeben uns in die Ebene der Fontari und erreichen nach ca. einer Stunde im leichten Auf- und Abstieg den Vado di Corno, von wo wir die Besteigung des Monte Aquila (2494m) beginnen. Der Monte Aquila ist ein toller Berg, um sich ohne große Mühe einen Überblick über das Gran Sasso-Gebiet und die Hochebene des Campo Imperatore zu verschaffen. Wir werden mit einer wunderschönen Streckenführung belohnt, vor allem haben wir einen sehr guten Blick auf die Südseite des Corno Grande, der größten Erhebung des Gran Sasso Nationalparks (diesen erreichen wir am Folgetag, den Normalweg folgend). Wir steigen auf der Westseite wieder ab und erreichen nach ca. 45 Minuten das Rifugio Duca degli Abruzzi, wo wir zu Mittag einkehren. Danach geht es im leichten Abstieg zurück zu unserer Unterkunft.

Höhenunterschied: bergauf 670m, bergab 700m, 6 Stunden

 

Mittwoch

Er ist der Traum vieler italienischer Bergsteiger – der höchste Gipfel im Gran Sasso-Gebiet, der höchste Gipfel der Abruzzen, der höchste im Apennin und somit höchster Punkt auf italienischem Festland abseits der Alpen. Doch diese Superlative sind nicht der einzige Grund, warum der Berg so begehrt ist. Die Tour führt über einzigartig schöne und wilde Landschaft. Wir gehen die einzig mögliche Route, über den Westgrat, alles andere ist erfahrenen Bergsteigern vorbehalten. Der Weg ist trotzdem mittelschwer, aber wir haben nur Tagesrucksäcke auf unseren Rücken und sollten dies daher ohne viel Mühe schaffen.

Höhenunterschied: bergauf 950m, bergab 950m

 

Donnerstag

Auch heute lassen wir unsere Rucksäcke in unseren Zimmern und gehen mit Tagesrucksack los. Wir wollen heute einen weiteren Gipfel in diesen abgefahrenen Gegenden begehen, und zwar den dritthöchsten des Gran Sasso Nationalparks, den Monte Cefalone (2533m). Wir steigen auf zum Rif. Duca degli Abruzzi und weiter zum Gipfel Monte Portella. Wir laufen auf einem wunderschönen Panoramaweg und erreichen nach einer weiteren Stunde im Auf- und Ab den Abzweig, der uns zum Monte Cefalone bringt. Die letzten Meter sind nicht ganz einfach, aber auf jeden Fall machbar. Abenteuer garantiert ! Vom Berg haben wir einen 360 Grad Rundumblick auf die umliegenden Berge und auch auf die umliegenden Berge und Nationalparks in weiterer Entfernung. Wir laufen den gleichen Weg zurück und biegen am Portellapass ab, um ins Maonetal zu gelangen. Dort folgen wir einer leichten Route, bis wir das Rif. Garibaldi erreichen, welches das ganze Jahr über lediglich als Notunterkunft dient. Nach einer weiteren Stunde in abgeschiedener Atmosphäre erreichen wir wiederum das Rif. Duca degli Abruzzi, wo wir einkehren, um uns zu stärken. Danach geht es wieder zurück in unsere Unterkunft.

Höhenunterschied: bergauf 1100m, bergab 1100m

 

Freitag

Heute satteln wir unsere Rucksäcke wieder auf. Die heutige Etappe ist recht einfach, da wir nunmehr absteigen werden. Wir lassen uns aber auch heute eine Gipfelbesteigung nicht entgehen und begehen die verlassenen und weniger bekannten Berge: Monte Scindarella auf 2233m und im weiteren Verlauf Monte M.S. Gregorio di Paganica auf 2076m, bevor wir uns in die weite Ebene des Campo Imperatore begeben und schließlich wieder im Rifugio Racollo einkehren.

Höhenunterschied: bergauf 100m, bergab 650m

 

Samstag

Wir begeben uns auf dem sogenannten Hirtenweg und laufen zurück zum Ausgangspunkt der Tour, nach Castel del Monte und fahren mit Privatbus zurück nach Rom.  

Höhenunterschied: bergauf 100, bergab 370m

 

Dauer: 7 Tage / Gesamtstrecke: 68 km / Höhenunterschied: 4570m im Aufstieg und 4620 m im Abstieg