Termin 
21.8. - 26.8.2022 
Tage 
6 
Preis 
875
Anforderungen
Mittelschwere Tour!
Bergerfahrung erwartet. Außerdem Trittsicherheit und 
Schwindelfreiheit. Kondition für 6-8 Stunden Gehzeit.
Leistungen 
Im Preis inbegriffen sind deutsch- und italienischsprachiger 
Bergwanderführer, 5 x Übernachtung mit Frühstück
und Abendessen (HP) in Hütten.

Grajische Alpen Tourenplan

Sonntag 

Wir treffen uns um 9 Uhr am Bahnhof Porta Nuova in Turin, Piemont oder um 11 Uhr am Ausgangspunkt der Tour, und zwar am Bahnhof in Salbertrand, Piemont. Den ersten Tag beginnen wir mit einer ordentlichen Streckenführung, die uns erst einmal auf Höhe bringt. Wir erreichen nach einer Stunde Moncellier, einer kleinen Ortschaft, verlassen. Im weiteren Verlauf erreichen wir Eclause, einer weiteren kleinen Ortschaft, die eine Quelle hat, an der wir uns erfrischen können. Die Streckenführung verläuft weiterhin abwechselnd unter freiem Himmel sowie im Wald, bis wir nach ca. 3 Stunden Gr. Soullier erreicht haben werden, einem verlassenen Bauernhof, wo es aber noch eine Wasserquelle gibt, an der wir uns ergötzen können. Vorrat an Wasser in diesen Gegeden unerschöpflich! Noch eine Stunde im Aufstieg und wir haben unsere erste Unterkunft erreicht, das süße Rifugio Levi Molinari.

Höhenunterschied: 950m bergauf, 140m bergab

 

Montag

 Heute geht die Tour dann so richtig los. Wir steigen auf zum Colle d'Ambin (2922m) und befinden uns zugleich an der Grenze zu Frankreich. Der Aufstieg ist mühsam, aber lohnend. Wir werden mit unglaublichen Weitblicken belohnt. Bei guten Bedingungen steigen wir weiter auf und erreichen nach einer weiteren Stunde den Monte Niblé (3347m). Die Rucksäcke lassen wir im Biwak Blais am Colle d'Ambin. Die Aussicht ist fabelhaft! Haute Vanoise - Mont Blanc - Grand Paradisogruppe sind im Norden nicht weit. Im Osten das Valle Susa, im Süden Monviso - Cottische Alpen. Im Westen Dauphine und Grand Rousses Massiv. Im weiteren Verlauf Absteig, vorbei am Lac d'Ambin zum französischen Refuge d'Ambin.

Höhenunterschied: 1420m bergauf,  1000m bergab

 

Dienstag 

Der wohl längste Tag, was die Kilometer betrifft. Dafür geht es heute weniger in die Höhe, schlichtergreifend aus der Tatsache heraus, da wir uns bereits auf Höhe befinden. Freut euch auf den Schäfersteig, ein längst vergessener und kaum mehr begangener Steig. Oben angekommen gelangen wir ins Savine Tal, kommen vorbei am Lac du Savine, wo wir uns eine Abkühlung holen können. Am Colle Clapier, auf 2475m angekommen, geht es zunächst bergab, bevor wir einen weiteren Aufstieg haben, um zu unserer nächsten Unterkunft zu gelangen, zum Rifugio Vaccarone. Wir befinden uns wieder in Italien! 

Höhenunterschied:  960m bergauf, 520m bergab

 

Mittwoch

Heute geht es primär bergab. Nach kurzer Zeit erreichen wir ein weiteres Überbleibsel aus dem 2. Weltkrieg, eine ehemalige Soldatenkaserme. Viele solcher Bauten säumen unsere Wege. Sie befindet sich in einem relativen guten Zustand! Wir steigen ab und gelangen ins Tal Tiraculo, was übersetzt 'zieh deinen Popo ein' bedeutet. Es ist eine sehr schöne Streckenführung, zum Teil mit sehr kleinen Pfaden, bisweilen muss man aufpassen, dass man nicht vom Weg abkommt. Auch diese Streckenführung ist wenig begangen. Wir gelangen schließlich zur Cima Quattro Denti (Berg der 4 Zähne), die man von weitem bereits an ihrer besonderen Form erkennen wird. Abstieg zum Rifugio Levi Molinari. 

Höhenunterschied:  200m bergauf, 1100m bergab

 

Donnerstag

Letzter Tag, aber keine Müdigkeit vortäuschen, denn wir haben heute noch eine lange Strecke zu bewältigen. Es geht gleich zu Beginn 600 Meter in die Höhe auf den Monte Chabrière. Von hier oben haben wir eine wunderbare Aussicht ins Susa Tal. Wir bleiben auf Höhe und kommen am Ricovero Casses Blanches vorbei, einem weiteren ehemaligen Bunker aus dem 2. Weltkrieg. Dies ist auch zugleich unsere letztmalige Möglichkeit uns die Dinge von oben zu betrachten, denn danach geht es letztlich Richtung Tal, und zwar zurück nach Salbertrand, wo wir in der einzig existierenden Unterkunft übernachten werden, die es in Salbertrand gibt: Das L'Mai. Freut euch darauf, hier ist alles noch so ursprünglich und echt.

Höhenunterschied:  780m bergauf, 1580m bergab

 

Freitag

Mit dem Zug von Salbertrand zurück nach Turin. 

 

Dauer 6 Tage / Gesamtstrecke 64,4 km / Höhenunterschied 4320 im Aufstieg und 4340 im Abstieg